DLR fordert mehr Entscheidungsfreiheit
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) will im Alltagsgeschäft eigenständiger entscheiden dürfen. In einem Interview mit dem „Tagesspiegel“ setzte sich der DLR-Chef Johann-Dietrich Wörner anscheinend dafür ein, die Arbeit des DLR stärker auf der Basis forschungspolitischer Grundsatzentscheidungen des Wirtschaftsministeriums und der Bundesregierung führen zu können.
Die von ihm erlebte „Detailsteuerung durch die Ministerialbürokratie“ stütze nicht die strategische Relevanz des DLR und die Position der europäischen Raumfahrtagentur Esa. Vielmehr scheint das Modell der US-Raumfahrtagentur Nasa ein Vorbild zu sein.
Nachdem mit der Regierung bestimmte forschungs- und industriepolitische Ziele vereinbart seien, sollten diese weitgehend eigenständig verfolgt werden und anschließend eine Erfolgskontrolle stattfinden.
Das Bundeswirtschaftsministerium hat zu den Vorschlägen bisher keine Stellung bezogen.